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WanderLust – Wie ich das Wandern für mich entdeckte

Filed in Allgemein, Outdoor, Wandern by on 27. Dezember 2015 0 Comments • views: 1398

ttbw_buttonHeute habe ich einen Gastbeitrag für euch, und zwar im Rahmen des Texttreff-Blogwichtelns, das in jedem Jahr um die Weihnachtszeit herum stattfindet. Die gesammelten Wichtel-Beiträge zu den unterschiedlichsten Themen findet ihr hier.

Für das Unsportlich-Blog hat mich die Potenzial-Detektivin Heide Liebmann bewichtelt. Wer auch drüben bei mama-im-job.de mitliest, kann sich vielleicht daran erinnern, dass ich Ende 2013 im Rahmen von Heides 77-Tage-Challenge zwei Songs geschrieben habe. Ich finde, sie trägt die Bezeichnung “Potenzial-Detektivin” zu Recht und ist sowieso eine tolle Kollegin! Sie hatte sich sehr daüber amüsiert, dass sie gerade dem Unsportlich-Blog zugelost wurde, da sie sich auch lange Zeit für komplett unsportlich gehalten hat. Aber Heide geht gerne Wandern und das passt doch perfekt hier hinein! Im Folgenden verrät sie euch, wie sie das Wandern für sich entdeckte:

WanderLust – Wie ich das Wandern für mich entdeckte

von Heide Liebmann

Was habe ich das gemeinsame Familienwandern an den Wochenenden meiner Kindheit gehasst! Die schwäbische Alb rauf und runter, durch den Schwarzwald, das Elsass, in den Ferien nach Südtirol in die Dolomiten. Immer bergig, immer anstrengend, dazu noch Besichtigungen diverser Burgen, Schlösser und Museen, die gnadenlos mit eingeplant wurden von den kulturbeflissenen Eltern. Kein Wunder, dass es lange
brauchte, bis ich diese traumatischen Erfahrungen verarbeitet hatte ;-).

Doch seit 1990 lebe ich in Düsseldorf. Das liegt am Niederrhein, und daher ist es drumherum ziemlich flach. Und so begab es sich vor ca. 8 Jahren, dass ich dann doch ab und zu am Rhein entlang wanderte. Erst nur gemütliche Spaziergänge, doch nach und nach wuchs die Lust daran, mehr zu entdecken von der Landschaft rund um meine Wahlheimat.

Am Niederrhein. Fotos: Heide Liebmann

Am Niederrhein. Fotos: Heide Liebmann

Also suchte ich mir Gleichgesinnte, die ich ausgerechnet beim Business-Netzwerk Xing fand: Dort gründete sich eine muntere, anfangs noch überschaubare Gruppe von Menschen, die sich auch gerne an der frischen Luft bewegen wollten. Von nun an war ich einmal pro Monat auf Schusters Rappen unterwegs, und ich entdeckte das
Bergische Land für mich. Das heißt zwar nicht deshalb so, weil es dort etwa Berge gäbe, sondern wegen der Grafen zu Berg aus altvorderer Zeit. Doch tatsächlich geht es da zuweilen ganz schön auf und ab. Was in der Gruppe jedoch gar kein Problem war, und wir hielten die Wanderungen auch auf bequemen 10-12 Kilometern, die man recht entspannt gehen konnte. Und natürlich gab es hinterher stets einen Restaurantbesuch. Für kulinarische Belohnungen war ich schon immer zu haben!

Einmal pro Monat war mir aber zu wenig, denn ich stellte schnell fest, dass diese Form der Bewegung an der frischen Luft mir einfach gut tat: Ich hatte meine persönliche Energietankstelle gefunden.

Ich machte mich daher auf die Suche nach einem Wanderführer für die Region in Buchform: Mit „25 Wanderungen rund um Düsseldorf. Nimm mich mit ins Grüne“ von Mario Tranti wurde ich fündig, und ich liebe dieses handliche kleine Büchlein wirklich sehr, das mich seit Jahren auf Wanderungen begleitet. Was habe ich für schöne Ecken entdeckt: Das Rotthäuser Bachtal, das Schwarzbachtal, die Urdenbacher Kämpe, das Neanderthal … ganz herrliche Landschaften in unmittelbarer Nähe der Großstadt Düsseldorf. Manchmal mag ich kaum glauben, wie schön es hier ist.

Mittlerweile hat sich meine Kondition verbessert und ich laufe auch mal 16-18 Kilometer am Tag. Im Internet finden sich jede Menge weiterer Touren in der näheren Umgebung und in NRW, zum Beispiel bei den Naturfreunden Düsseldorf, auf der Website Wanderwege in NRW, bei der WasserWanderWelt und im Wunderbar wanderbar-Führer mit Manuel Andrack, den die Gemeinschaftskampagne “Busse & Bahnen NRW” seit einigen Jahren kostenlos herausgibt. Mir werden die schönen Ziele im Umland also noch länger nicht ausgehen. Gerade kürzlich war ich im Birgeler Urwald unterwegs – eine sehr abwechslungsreiche Strecke, die ich zu einer anderen Jahreszeit sicher noch mal gehen werde.

Impressionen aus dem Birgeler Urwald. Fotos: Heide Liebmann

Impressionen aus dem Birgeler Urwald. Fotos: Heide Liebmann

Und wie das so ist, wenn man einmal angefangen hat: Inzwischen gehe ich zusätzlich einmal pro Jahr mit einer sehr lustigen Truppe für eine Woche auf Wanderurlaub. ieses Jahr waren wir in Luxemburg, das tatsächlich sehr schöne Touren zu bietenhat. Meine Lieblings-Destination war allerdings bisher Castleton im Peak District/UK.

Die Bilder vermitteln einige Eindrücke:

Wandern in Castleton. Fotos: Heide Liebmann.

Wandern in Castleton. Fotos: Heide Liebmann.

Und bei meinen jährlichen Aufenthalten in der Südtürkei erkunde rund um das kleine Ferienörtchen Adrasan die ebenfalls zauberhafte und weitgehend unberührte Landschaft zwischen den Ausläufern des Taurus-Gebirges und dem Mittelmeer.

Adrasan in der Südtürkei. Fotos: Heide Liebmann

Adrasan in der Südtürkei. Fotos: Heide Liebmann

Ich bin gespannt, wohin meine WanderLust mich noch bringen wird und bin sehr froh, dass ich diese Form der Bewegung für mich entdeckt habe.

 

Danke für den schönen Beitrag, liebe Heide! Und ich wünsche dir noch viele tolle Wanderungen, denn wie sagte schon der olle Goethe? “Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.”

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Petra

About the Author ()

Petra A. Bauer, Autorin, Bloggerin, Rennschnecke. Sport- und Outdoor-Fashionvictim. Schreibt hier über ihre Bemühungen, Sport nicht mehr als Mord zu betrachten.

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