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Trainingstagebuch Dezember 2015

Filed in Allgemein, Journal, Trainingstagebuch by on 1. Dezember 2015 5 Comments • views: 1801
Irgendwann jogge ich bestimmt auch wieder.

Irgendwann jogge ich bestimmt auch wieder.

Ihr erinnert euch? Sechs Mal pro Woche mindestens 45 Minuten trainieren – und zwar für den Rest meines Lebens. Das ist kein ulkiger Neujahrsvorsatz, sondern im November 2015 beschlossen, weil ich gesünder und fitter sein will. Heute (1.12.) habe ich mich zusätzlich zum “Rücken College” angemeldet, weil die Babyschlepperei doch ganz schön auf die Bandscheiben geht und ich gerne meine LWS-Muskulatur stärken möchte. Ich gehe dafür in eine Physiotherapiepraxis, wo sie extra Fitnessgeräte haben. Die Kasse zahlt dazu. Und ich beginne den zwölfwöchigen Kurs nicht erst im Januar sondern sofort in der nächsten Woche. Basta.

Und wie schon im November, dokumentiere ich hier, was ich täglich mache. Jogging wird wohl erstmal noch nicht dazugehören, weil meine Herzfrequenz auch beim Walking und auf dem Stepper schon deutlich über 110 geht und Laufen bei mir so eine Art Hassliebe darstellt. Aber irgendwann werde ich das doch wieder tun, das weiß ich. Aber ich starte zunächst langsam. Diese Aufzeichnungen sollen mich zusätzlich motivieren. Ich aktualisiere dieses Posting den ganzen Dezember über. Das Dezember-Fazit findet ihr unten.

Aktivitäten

blau = Sonn-/Feiertag rot = nicht aktiv

Grün = schnelles Walken und (dynamisches) Schritte-Ziel erreicht. (Grafik: Screenshot via Garmin Connect)

Grün = schnelles Walken und (dynamisches) Schritte-Ziel erreicht. (Grafik: Screenshot via Garmin Connect)

1.12     50 Minuten (4,3 km) schweißtreibender Babywalk*. Zur Sicherheit hinterher noch 5 Minuten auf dem Stepper (dann wurde die Kleine wach)
2.12.     45 Minuten Babywalk*
3.12.     55 Minuten Babywalk *
4.12.     IKEA all day long. Say no more.
5.12      55 Minuten (4,3 km) Babywalk* geneinsam mit dem Liebsten
6.12.     63 Minuten (5,8 km) Abendwalk alleine ohne Baby
7.12.     45 Minuten Rücken-College (erstes Mal). Heute mit Ball und Gymnastikmatte. Aua.
8.12.     55 Minuten Babywalk*. Sehr anstrengend heute. Wegen Schlafmangel? Oder weil ich gestern keine Ausdauer sondern Kraftübungen gemacht habe?
9.12.     70 Minuten Babywalk* (7,8 km) durch den Wald bei miesem Wetter. Totenstille im Wald, selbst der See war ganz glatt. Unglaublich, wie leer Berlin sein kann. Außerdem habe ich was gewonnen: Eine Softshelljacke von Fifty Five, genau im richtigen Moment! *freu* *hüpf*
10.12.     75 Minuten Babywalk* bei strahlendem Sonnenschein autobahnschilder
11.12.     70 Minuten Abendwalk mit kurzen Joggingeinlagen, damit mein Körper auch merkt, dass wir Sport machen ;-)
12.12.    — Immer diese Wochenenden. Verwandtenbesuch.
13.12.     52 Minuten Babywalk* am Mittag (4,3 km)
14.12.     45 Minuten Rücken-College. Bisher hielt ich mich für echt unsportlich. Aber der Jugendliche im Kurs stöhnt und jammert schon, wenn ich noch nicht mal was merke.
15.12.     50 Minuten Babywalk*
16.12.     20 Minuten Babywalk*
17.12.     30 Minuten Babywalk*
18.12.     Möbelschrauber beim Aufbauen babygesittet, damit nicht noch mehr Katastrophen passieren. Danach Katastophen ausgebügelt.
19.12.     eigentlich krank, aber abends auf Party noch ca. 45 Minuten getanzt, um die Gastgeber nicht zu enttäuschen. Hinterher völlig kaputt.
20.12.     krank, Fieber Schnupfen – das ärgert mich total
21.12.     Immer noch Schnupfen. Trotzdem 45 Minuten Rücken-College.
22.12.     rd. 60 min. Babywalk* gemeinsam mit dem Liebsten
23.12.     120 Minuten Bowling
24.12.     Extreme Geschenke-Einpacking. Leider kein Sport :-(
25.12     62 Minuten (6 km) nachgänsebratlicher Babywalk*. Nach ca. 30 min. Waren alle Leitungen durchgepustet. So fühlte es sich jedenfalls an. Zum ersten Mal die gewonnene FiftyFive-Softshelljacke ausprobiert. Begeistert! Testbericht folgt.
26.12.     35 Minuten Dunkel-Babywalk* mit reichlich Jogging-Intervallen, weil mein Körper deutlich mehr gefordert hat, als Walking. Irgendwie muss ich ja auch mal eine Leistungssteigerung erreichen. Ich bin die kurze Runde gegangen, u.a. weil die Bürgersteige bei der langen Runde zu einem großen Teil schlecht oder gar nicht befestigt sind und der Durchrüttelfaktor hohes Babyaufweckpotenzial bietet.
27.12.   35 Minuten Babywalk* zur Pizzeria und zurück. Jaja, ich bin froh, wenn ich nach der ganzen Feierei im neuen Jahr wieder zu Low Carb zurückkehre. Mein Körper fand das nämlich deutlich besser.
28.12.     47 Minuten Babywalk* (4 km)
29.12.     165 Minuten Bowling
30.12.     Leider kein Sport, stattdessen stundenlange Autofahrt.
31.12.     60 Minuten Schlittschuhlaufen im Elbe-Ice-Stadion zum Jahresausklang. Meine tägliche Bewegung hat sich positiv ausgewirkt.

* Walking mit Kinderwagen

Weiter geht’s mit dem Trainingstagebuch Januar 2016

Dezember-Fazit

Einge Erkenntnisse habe ich nach einer knappen Woche schon schon: Wenn ich täglich 45 Minuten Ausdauertraining irgendwo einbauen will, stellt sich nicht mehr die Frage ob ich trainiere, sondern nur wann. Das hilft dem Schweinehund mächtig auf die Sprünge, weil es die Option nicht zu gehen gar nicht gibt. Ich weiß, da oben steht sechs Mal pro Woche, aber sieben Mal ist auch nicht verboten. Und ab und zu klappt es ja wirklich mal nicht. Update v. 19.12.2015: z.B. vor Weihnachten, wenn man Möbelidioten beaufsichtigen und Geschenke besorgen muss. Ärgert mich total, weil ich mich ohne Bewegung nicht mehr gut fühle. Außerdem frage ich mich: Wird der Babywalk* meine Alpenüberquerung sein und bleiben? Mein Marathon? Oder was es sonst an sportlichen Herausforderungen gibt (wobei ich lieber zu Fuß über die Alpen wandern würde als Marathon zu laufen). Hintergrund: Ich fühle mich zwar ein BISSCHEN leistungsfähriger, aber nicht sehr. Ich komme immer wieder ins Schwitzen, wenn ich bloß ne Treppe hochlaufe. Ich weiß, ich muss Geduld haben – aber so lange?

Allgemeines Befinden: Feeling groovy ;-)
Walking liegt mir wirklich viel mehr als dieses schwerfällige Jogging, was ich bisher immer betrieben habe. Da ich aber für meine Verhältnisse recht schnell unterwegs bin, fühle ich mich tatsächlich nach “SPORT gemacht”. Das Glücksgefühl nach der anschließenden Dusche (die brauche ich, also ist es Sport *g*) ist jedenfalls vergleichbar mit dem nach dem Laufen. Mir geht es richtig gut.

Bewegungsdrang: Weiterhin gesteigert. Außerdem bin ich am liebsten im Dunkeln unterwegs, und das sicher nicht nur, weil ich Bekenntnisse eines Nachtsportlers von Wigald Boning so liebe (hinter dem Link versteckt sich meine Rezension). Im Dunkeln sieht man nicht, wenn ich ein doofes Gesicht mache, und ich bin schneller, weil ich nicht so auf die Umgebung achten muss. Bei Licht bin ich neugieriger und daher langsamer. Aber im Dunkeln glotze ich nur auf den Weg vor mir und denke an so ziemlich gar nichts. Sehr entspannend. Update v. 10.12.2015: Ich bin in diesem Monat schon rd. 42 Kilometer gelaufen. Quasi ein Walking-Marathon auf 10 Tage verteilt. Das ist so viel mehr, als die Null-Bewegung der letzten Jahrzehnte.
Update v. 13.12.2015: Nicht bewegen ist doof. Hätte auch nicht gedacht, dass ich das mal sage. Gestern Kuchen-, Pizza- und Bierhydrate und keine Gelegenheit zu laufen. Abends zappelige Beine und absolut mieser Schlaf. Brauch ich nicht. Update v. 26.12.2015: Ich schrieb ja beim heutigen Eintrag schon, dass mein Körper nach Jogging verlangt hat. Aber nicht so trantütig, wie früher. Ich bemühe mich, nicht mehr mit dem Hacken, sondern mit dem Vorfuß aufzukommen. Außerdem ziehe  ich die Füße hinten möglichst hoch. Dabei hatte ich nicht mal Joggingschuhe an, sondern meine superbequemen Doc Martens Air Wair. So ziemlich die einzigen Schuhe, in denen ich mit meinen Waldbrandaustretern nicht vorne anstoße. Mein Shirt konnte ich wieder auswringen, aber die ‘Merrit’ Softshelljacke von FiftyFive  zeigte sich erneut komplett unbeeindruckt.

Außenwirkung: Ich war höchst erstaunt, dass die Physiotherapeutin, bei der ich heute (7.12.2015) zum ersten Mal beim sog. “Rücken-College” war, mich höchst beweglich fand und sagte, so unsportlich würde ich gar nicht wirken. Und ob ich früher mal Sport getrieben hätte. Habe ich ja nicht wirklich. Immer nur Versuche. Erinnert mich mal daran, dass ich in meiner Memory-Kiste krame und euch erzähle, was ich alles so an sportlichen Versuchen unternommen habe in meinem Leben.

Diese Versuche habe ich hier mal aufgeschrieben. Viel Spaß ;-)
Sportliches Scheitern I
Sportliches Scheitern II
Sportliches Scheitern III
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Petra

About the Author ()

Petra A. Bauer, Autorin, Bloggerin, Rennschnecke. Sport- und Outdoor-Fashionvictim. Schreibt hier über ihre Bemühungen, Sport nicht mehr als Mord zu betrachten.

Comments (5)

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  1. Nicola sagt:

    Liebe Petra,
    ich verfolge schon seit Jahren deinen Blog. Schreibe auch und habe da meine Ups und Highs. Kann das nur alles zu gut nachvollziehen, auch dass die Family einen ständig auf Trab halten kann! Ja, und heute will ich dir zu deinem Novembertraining gratulieren! Dieses Mal wirst du dran bleiben. Ich laufe (jogge) seit 24 Jahren, 6x die Woche, immer 12 km. Wenn ich einen Marathon laufe, trainiere ich natürlich mehr. Aber seit ich den New York Marathon gelaufen bin, mag ich keinen mehr laufen. Weil der nicht zu toppen ist. War ein unvergessliches Erlebnis. Mich macht das Laufen glücklich, ist meine Meditation, macht mich stark. Ich wünsche dir, dass es dir genauso geht. Vielen Dank nochmal für deinen Schreibblog. Hoffentlich findest du bald wieder Zeit zum Schreiben.
    Liebe Grüße
    Nicola

  2. Petra Petra sagt:

    Liebe Nicola,
    danke für deinen lieben Kommentar und die guten Wünsche!
    Es freut mich sehr, dass du mein Autorenblog schon so lange liest :-) Danke dafür! Und danke für deine Ermutigung. Ich glaube auch, dass ich dieses Mal dranbleibe.
    Dein Pensum ist beeindruckend und auch, dass du das schon so lange machst.
    Ich glaube sofort, dass der New-York-Marathon nicht zu toppen ist.
    Ich drücke die Daumen, dass dich das Laufen noch viele Jahre glücklich macht!
    Alles Liebe
    Petra

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