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Sportliches Scheitern II

Filed in Allgemein, Journal, Persönliches by on 20. Januar 2016 2 Comments • views: 1350
Beim Handball bin ich auch schon gescheitert. Foto: © carmeta - fotolia.de

Beim Handball bin ich auch schon gescheitert. Foto: © carmeta – fotolia.de

Im ersten Teil meiner Reihe zum sportlichen Scheitern ging es um Ballett und Schwimmen. Ich versprach euch, dass diesmal ein Ball vorkäme und voilá – ich stellte mich auch grandios dämlich beim Handball an.

Natürlich sah mein Bewegungsablauf auch lange nicht so elegant und dynamisch aus, wie auf dem nebenstehenden Foto. Ich muss sieben oder acht Jahre alt gewesen sein, auf jeden Fall spielte ich bei den “Minimädchen” der Reinickendorfer Füchse (heute: Füchse Berlin). Ich bin eine Reinickendorfer Pflanze, da bot sich das an. Außerdem war mein Vater Jugend-Handballtrainer bei männlichen Teenies (die genaue Bezeichnung ist mir entfallen – könnte B-Jugend gewesen sein). Und vermutlich wird er es dann auch gewesen sein, der die grandiose Idee gehabt hatte, mir einen Handball in die, ja, äh, Hand zu drücken.

Er hat selber noch Handball draußen auf den Großfeld gespielt (das gibt es m.W. heute nicht mehr und das ist auch gut so), aber ich war zum Glück drinnen in einer Halle in der Kienhorststraße (so meine ich mich zu erinnern). Ich habe auch noch mein Trikot und hoffe, ich finde es irgendwann wieder, weil ich das eigentlich fotografieren und als Foto für diesen Beitrag verwenden wollte. Daher hat Teil II auch so lange gedauert. Sobald ich es finde, liefere ich es aber nach.

ALLE RUFF UFF DEN BALL

Tja. Klein-Peti und Handball … Auch wenn wir noch sehr jung waren, wäre es vom Trainer möglicherweise geschickt gewesen, uns wenigstens rudimentäres taktisches Grundwissen beizubringen. Da er das nicht tat, sah unser Spiel folgendermaßen aus: Der Ball kam ins Spiel, ALLE Mädels stürzten sich in einem riesigen Knäuel drauf und am Ende hatte immer die doofe Ariane den Ball und warf aufs Tor. Als Ariane auch noch mein Julklapp-Geschenk weiterverschenkte, war sie endgültig meine erklärte Feindin (das muss mich alles sehr erschüttert haben oder wieso sonst kann ich mich nach über 40 Jahren noch an diesen Namen erinnern?).

Ich fand das auch alles ganz schön anstrengend und bastelte mir irgendwann meine eigene Taktik zusammen: Ich ging schon mal an den gegnerischen Kreis und wartete einfach dort ohne mich nennenswert zu bewegen und wohl auch in der Hoffnung, irgendwann bekäme ich mal die Chance auf einen Torwurf. Ich kann mich nicht erinnern, dass das mal geklappt hätte.

TOR! (Für die anderen)

Aber ich weiß noch, dass man mich irgendwann mal ins Tor stellte. Oh Mann. Ich hatte für mich einen Spielzug für beendet und abgepfiffen erklärt und habe mich nach dem langsam ins Tor kullernden Ball nicht mal umgesehen. Blöderweise war gar nicht abgepfiffen, die Gegner bekamen den Punkt und ich rutschte auf der Beliebtheitsskala bei Ariane und den anderen Ziegen noch ein Stück weiter nach unten. Ich vermute mal, dass meine chronische Krankheit mich vor dem Weitermachenmüssen gerettet hatte, auf jeden Fall war auch Handball irgendwann Geschichte und ich habe das bis heute auch nie bedauert. Vor zwei vier Jahren bekam ich mal Karten für ein Endspiel Füchse gegen ??? geschenkt. Mit K3 war ich im “Fuchsbau” (Max-Schmeling-Halle) und habe artig geklatschpappt. An das Spiel kann ich mich nicht erinnern – Handball ist einfach nicht meins. Immerhin waren die Füchse hinterher Meister. Schön.

Füchse Berlin feierten Meisterschaft in der Max-Schmeling-Halle. Foto: Petra A. Bauer 2012

Füchse Berlin feierten Meisterschaft in der Max-Schmeling-Halle. Foto: Petra A. Bauer 2012

Aber die Reinickendorfer Füchse hatten ja nicht nur eine Handballabteilung. Ich konnte in diesem Verein locker in ZWEI Sportarten echt alt aussehen. Dazu mehr in Sportliches Scheitern III.

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Petra

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Petra A. Bauer, Autorin, Bloggerin, Rennschnecke. Sport- und Outdoor-Fashionvictim. Schreibt hier über ihre Bemühungen, Sport nicht mehr als Mord zu betrachten.

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