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An alle, die sich Sorgen gemacht haben: Ich bin zurück!

Filed in Allgemein, Persönliches by on 30. September 2017 0 Comments • views: 332
I'm back! Mit voller Power!

I’m back! Mit voller Power!

Hallo, ihr Lieben,
ich weiß, es ist echt eine lange Zeit vergangen, seit ich mich hier das letzte Mal gemeldet habe. Aber nicht nur hier war es still – ich bin insgesamt ziemlich in der Versenkung verschwunden.

Mit dem Lauftraining musste ich pausieren, weil ich krank wurde, und es ist dann immer total schwierig für mich, wieder reinzukommen. Aber wenn ich gewusst hätte, was in diesem Haus für üble Dinge passiert sind, wenn ich mal nicht da war (eben auch, wenn ich laufen war), dann wünschte ich, ich hätte damit nie angefangen. Man sollte eben nicht auf die Mitleidstour und die Lügen eines vermeintlich hilfbedürftigen Jugendlichen hereinfallen, sondern aufpassen, dass man sich damit keinen kriminellen Gewalttäter ins Haus holt. Hätte ich mal auf Dagobert Duck gehört, der schon in meiner Kindheit in den Comicbüchern warnte: “Trau schau wem!”

Inzwischen ist das Problem (weitestgehend) beseitigt, aber es hat uns alle sehr, sehr viele Nerven (und sehr viel Geld) gekostet. Und mir war in der Zeit wirklich nicht nach Sport oder übermäßig vielen Kontakten zur Außenwelt. Stattdessen habe ich gefuttert und zugenommen.

Vermutlich hat alleine schon der tägliche Café Mocha (Latte M. mit Kakao) zur Gewichtszunahme geführt. Jedenfalls bin ich im Mai mal wieder auf die Waage geklettert (die ich monatelang ignoriert hatte) und es war klar – es muss etwas passieren. 82,7 Kilo war nicht das, was ich von mir gewöhnt war. Und der Bauch gehörte da auch nicht hin. So sah ich nie aus (außer gegen Ende meiner vier Schwangerschaften) und so will ich auch nie wieder aussehen. Abgesehen davon, dass gerade das Bauchfett total ungesund ist. Ihr sage nur: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes und was man sonst alles nicht haben will. Nücht mit mir!

Weg mit dem Speck!

Im April 2017 mit 82,7 Kilo auf 1,76 m = Übergewicht!

Im April 2017 mit 82,7 Kilo auf 1,76 m = Übergewicht!

Ich habe ja immer mal wieder halbherzige Versuche unternommen, die Pfunde loszuwerden. Der noch erfolgreichste Versuch war Intervallfasten: Erst nach der 5:2-Methode (die Erfahrungen damit hatte ich hier verbloggt), dann bin ich auf einen Tag gar nichts essen, einen Tag essen, was ich will umgestiegen. Damit hatte ich 2014 vor dem Urlaub 7 Kilo abgenommen. Im Urlaub wollte ich das nicht und danach habe ich dann den Anschluss verloren.

Aber im Mai 2017 hatte ich echt die Faxen dicke. Ich habe auch ein Nackibauch-Vorher-Foto, kriege es aber nicht so recht fertig, das zu posten.  Rechts ist bloß eins vom 27. April, als ich für eine Hochzeit im August ein Abendkleid gekauft hatte (das mir inzwischen zu groß ist). Ich habe jedenfalls am 1. Mai (das Datum war Zufall) wieder mal mit Low Carb angefangen und ca. 4 Kilo abgenommen. Ich hatte aber kein besonders hohes Kaloriendefizit (damals hatte ich mich noch gar nicht damit beschäftigt), und so ging das echt langsam. Aber ich merkte, dass es mir mit Low Carb deutlich besser ging.

Kurz vor dem Urlaub dachte ich dann, hey, wie dämlich, ich fahre gleich ins Land von Pizza und Pasta – da hat Low Carb gerade nicht so viel Sinn. Dabei waren wir dann am Ende in der Toscana gar nicht so viel Essen, bzw. wenn, dann war es nicht wirklich lecker (steinharte Nudeln z.B., mit Soße, die nach Hundefutter aussah – und so ähnlich schmeckte, wie ich mir Hundefutter vorstelle). Also haben wir viel gekocht, und es hat niemandem etwas ausgemacht. Wir waren sieben Leute, also quasi fast die ganze Familie, und jeder hat sich freiwillig mal an den Herd gestellt. Außerdem habe ich meine #everyday45minutes dort wieder aufleben lassen und sehr viel Zeit schwimmend (nicht planschend!) im hauseigenen Pool verbracht.

#everyday45minutes in der Toscana im Pool

#everyday45minutes in der Toscana im Pool

Fettlogik überwinden

Durch eine Frage zum Thema “Intervallfasten” in meinem Netzwerk Texttreff hat sich ein Grüppchen von “Intervallfastinen” gegründet, und ich hatte so direkt den Ansporn, erst gar nicht in ein Nach-Urlaubs-Laissez-faire abzurutschen. Ich habe also ab 15. August wieder nur jeden zweiten Tag gegessen. Und ich bin täglich eine Dreiviertelstunde Fahrrad gefahren.

Außerdem habe ich schon seit längerer Zeit den uralten Biggest Loser Fan Podcast gehört und bin auf das Phänomen “Calories in – Calories out” gestoßen. Es gibt ja so viele Ernährungstheorien, dass oft das Einfachste übersehen wird: Gewichtszunahme entsteht, wenn man mehr Kalorien in sich hineintut (ESSEN) als man verbrennt (GRUNDUMSATZ plus BEWEGUNG). Und so einfach ist es wirklich. Wenn ich abnehmen will, muss ich entweder irre viel Sport machen (man verbrennt immer viel weniger Kalorien, als man sich das so denkt) oder deutlich weniger essen, als ich verbrauche, wenn ich bloß auf dem Sofa herumliege (man isst leider auch immer mehr Kalorien, als man so schätzt).

Binsenweisheit? Vielleicht. Aber es bleibt ein wildes Herumgerate, wenn man nicht wirklich akribisch misst, wieviele Kalorien man reinschaufelt und wieviele man abtrainiert. Jeder Mensch neigt nmlich dazu, sich selbst zu beschei… Zum Glück gibt es inzwischen Apps für alles. Ich nutze für den Verbrauch Runtastic (die iPhone-eigene Health-App zählt auch mit) und das Kalorienzählen erledige ich bequem mit YAZIO.

Eine Woche nach Beginn des Intervallfastens (genau am 23.8.2017) bin ich via Instagram auf das Buch Fettlogik überwinden von Nadja Hermann gestoßen (ihr sehr interessantes Blog findet ihr hier). Und am 26. August ging auf Insta eine Fettlogik-Abnehmchallenge los.

Was sind Fettlogiken?

Nur ganz kurz, weil ich zu dem Buch noch eine extra Rezension schreiben möchte: Fettlogiken sind all die Sprüche, die man sein ganzes Leben lang in Bezug aufs Gewicht und Abnehmen zu hören bekommen hat. Von “Ich kann nicht abnehmen, weil mein Gewicht genetisch bedingt ist” bis “Du darfst niemals weniger als 1.200 Kalorien am Tag essen, weil sonst der Körper in den Hungermodus schaltet und anschließend alles aus der Nahrung rauszieht, was er kriegen kann. Damit fängt dann der Jo-Jo-Effekt an.” Huh.

Ich glaube, die letzte Behauptung ist die blödeste überhaupt. Ich habe mich immer schon gefragt, wie “der Körper” sowas machen will. Oder wie Nadja Hermann sagt: “Aha, daher auch die ganzen fettleibigen Menschen in den Hungergebieten.” Im Buch hat sie alle Fettlogiken auseinandergenommen und fundiert widerlegt. So auch, dass es keinen Hungermodus gibt und der berüchtigte Jo-Jo-Effekt letztlich davon kommt, dass man mit einer Diät irgendwann wieder aufhört und genauso blöd weiterfuttert wie vorher.

Wie gesagt, ich schreibe dazu noch gesondert was. Jedenfalls weiß ich jetzt, dass ich zwischen 500 und 800 Kalorien täglich essen kann und damit prima abnehme, ohne irgendwelche Probleme zu befürchten (Leute, geht trotzdem besser vorher mal bei eurem Arzt vorbei oder nehmt langsamer mit mehr Kalorien ab – ich übernehme hier keine Verantwortung, wenn jemand umfällt).

Was soll ich sagen? Die Challenge startete also am 26.8., dem Tag der Hochzeit, für die ich das Kleid oben gekauft hatte. An dem Tag habe ich natürlich auch Hochzeitstorte gegessen, allerdings auch die halbe Nacht barfuß getanzt. Und seit dem 27. August ist meine Marienkäfer-Küchenwaage mein bester Freund :-)

Die Fakten: Ich startete die Challenge vor heute genau fünf Wochen mit 78,5 Kilo. Heute wiege ich 73,8 Kilo, habe also 4,7 Kilo Fettmasse innerhalb von 5 Wochen abgenommen. Seit Mai (also etwa seit dem Abendkleid-Foto) sind es 8,9 Kilo. Jippie! Und mir geht es physisch und psychisch super :-)

Ich fühle mich großartig!

Wieso mir essen (und kochen) seither mehr Spaß macht, was ich alles so esse, was ich zusätzlich an Vitaminen zu mir nehme, was ich täglich so an Sport mache und weshalb ich gar keine Angst davor habe, wieder in alte Ernährungsmuster zurückzufallen, das erzähle ich euch aber beim nächsten Mal.

Eigentlich wollte ich ja auch nur mal ein Lebenszeichen von mir geben. Weil ihr so lieb nachgefragt habt <3

 

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Neue Leichtigkeit – Ein Herbsttag auf dem Spielplatz mit knapp 9 Kilo weniger als im April. Foto: Julia Bauer

 

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Petra

About the Author ()

Petra A. Bauer, Autorin, Bloggerin, Rennschnecke. Sport- und Outdoor-Fashionvictim. Schreibt hier über ihre Bemühungen, Sport nicht mehr als Mord zu betrachten.

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